Habus|Lexikon/FAQ
A - B

A

Abnahmeverpflichtung

Verpflichtung des Darlehensnehmer, sich das Darlehen innerhalb der vereinbarten Frist (Abnahmefrist) auszahlen zu lassen.

Abschreibung

Methode zur Erfassung der im Laufe einer Periode eingetretenen Wertminderung von mehrjährig genutzten Wirtschaftsgütern wie beispielsweise Gebäuden, Maschinen etc. Im Steuerrecht wird die Verteilung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Wirtschaftsgüter als Absetzung für Abnutzung (AfA) bezeichnet.

Alleinvermittlungsauftrag

Mit dem Alleinvermittlungsauftrag wird der Immobilienmakler von seinem Kunden für eine bestimmte Zeit (Alleinvermittlungsfrist) schriftlich mit der alleinigen Vermittlung eines Immobiliengeschäftes (zB Verkauf einer Liegenschaft) beauftragt. Im Erfolgsfall, dh. bei einem durch seine Tätigkeit herbeigeführten Zustandekommen des Rechtsgeschäftes, gebührt dem Immobilienmakler die vereinbarte Provision.

Auflassung

Muss bei Anwesenheit beider Parteien vor dem Notar erklärt werden. Die Auflassung ist die erforderliche Einigung von Verkäufer und Erwerber die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück oder einer Immobilie dient.

Auflassungsvermerkung

Ist eine Eintragung im Grundbuch, sie dient der Sicherung des Anspruchs des Grundstückskäufers auf Eigentumsübertragung bis zu seiner endgültigen Eintragung als neuer Eigentümer. Auflassungsvormerkung wird regelmäßig in Kaufverträgen zugunsten des Käufers vereinbart.

B

Baugenehmigung

Erkläurung der Baubehörde, dass einem Bauvorhaben nach den zur Zeit der Erteilung geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften keine Hindernisse entgegenstehen.


Baugrund (Bauland)

Grundsätzlich jede für eine Bebauung gewidmete Fläche.

Baulast

Unter einer Baulast versteht man eine freiwillig übernommene öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsichtbehörde. Gegenstand einer solchen Verpflichtung ist ein Verhalten, dass sich nicht bereits aus öffentlich-rechtlichen Vorschriften ergibt. Als Beispiel sei der Fall genannt, dass sich ein Grundstückseigentümer verpflichtet, den Nachbarn über sein Grundstück fahren zu lassen, ohne hierzu verpflichtet zu sein. Auf diese Weise wird es dem Nachbarn ermöglicht, der Baubehörde die ordnungsgemäße Erschließung seines Grundstücks (Zugang) nachzuweisen und damit eine Baugenehmigung zu erhalten.


Bonität

Jede Bank prüft aufgrund der gesetzlichen Vorschriften bei Ihrer Kreditentscheidung die Bonität des Kunden, d.h. ob er nach Abzug der für eine angemessene Lebensführung erforderlichen Beträge von seinen regelmäßig erzielten Einkünften in der Lage ist, die laufenden Kreditkosten zu zahlen (pünktliche Zahlungsmoral wird oft durch Schufa-Auskünfte eingeholt).

Bürgschaft

Die Bürgschaft ist eine persönliche Haftung für eine fremde Schuld. Sie entsteht durch eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger und ist wirksam, solange die Hauptschuld aufrecht besteht. Die Leistungspflicht des Bürgen kann vom Gläubiger nach erfolgloser Einmahnung beim Hauptschuldner geltend gemacht werden. Hat sich hingegen jemand als "Bürge und Zahler" verpflichtet, so kann der Gläubiger nach Fälligkeit der Hauptschuld sofort den Bürgen in Anspruch nehmen (§§ 1346 ff ABGB). Für die zur Finanzierung eines Bauvorhabens erforderlichen Hypothekardarlehen kann das Land die Haftung übernehmen.
C - D

C

Carport

Vertrag über die Gewährung und Rückzahlung einer bestimmten Geldsumme. Das Darlehen kommt zustande durch einen Darlehensantrag sowie die Zusage (Bewilligung) der Bank.

D

Darlehensvertrag

Methode zur Erfassung der im Laufe einer Periode eingetretenen Wertminderung von mehrjährig genutzten Wirtschaftsgütern wie beispielsweise Gebäuden, Maschinen etc. Im Steuerrecht wird die Verteilung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Wirtschaftsgüter als Absetzung für Abnutzung (AfA) bezeichnet.

Deckungshypothek

Hypotheken, die als Sicherheit für die von den Hypothekenbanken ausgegebenen Pfandbriefen dienen.

Dienstbarkeit

Schränkt den Eigentümer bei der Nutzung seines Grundstücks ein. Steht dies sogar im Grundbuch, etwa ein Wegerecht für den Nachbarn über Ihr Grundstück, so ist dies eine Grunddienstbarkeit mit absolutem Machtanspruch des Begünstigten. Verwehren Sie ihm sein Recht, kann er Schadenersatz verlangen. Neben Grunddienstbarkeiten gibt es auch persönliche Dienstbarkeiten wie Nießbrauch. Sie erlöschen erst durch Tod des Begünstigten.

Dingliches Recht

Recht, das eine unmittelbare Herrschaft über eine Sache gewährt und gegenüber jedermann wirksam ist (zB Besitz, Eigentum, Pfandrecht, Dienstbarkeit).

E - F

E

Eigenbedarf

Der Mieter kann von Vermieter gekündigt werden, wenn der Vermieter den Wohnraum für sich oder für einen Familienangehörigen benötigt.

Eigennutzung

Selbstnutzung einer Immobilie zu eigenen Wohnzwecken. Voraussetzung für die Zahlung der Eigenheimzulage gemäß Eigenheimzulagegesetz.

Eintragungsarten im Grundbuch

Das Grundbuchgesetz kennt drei Arten von Eintragungen im Grundbuch: Einverleibungen, Vormerkungen und Anmerkungen ( auch "Ersichtlichmachungen"). Einverleibungen bewirken den unbedingten Erwerb oder die Löschung von Rechten wie zB von Eigentums- oder Pfandrechten (Intabulationen und Extabulationen). Vormerkungen bewirken hingegen bedingte Erwerbe oder Löschungen von Rechten, die einer nachfolgenden Rechtfertigung bedürfen. Anmerkungen haben den Zweck im Interesse Dritter tatsächliche Verhältnisse bekannt zu machen oder ganz bestimmte Rechtswirkungen herbeizuführen, wie zB Anmerkung der Minderjährigkeit bzw. den Eintritt der Volljährigkeit; Anmerkung von Konkurs- oder Ausgleichseröffnung;

Ertragswert

Der Wert, den ein Grundstück unter Berücksichtigung seines dauernd erzielbaren Mietwertes besitzt. Der Ertragswert errechnet sich aus der Jahresrohmiete abzüglich der Bewirtschaftungskosten.

Estrich

Glatter Unterboden wie Zementestrich, Hartgussasphaltestrich, Magnetestrich, Kaltbitumen-Zementestrich. Schwimmender Estrich: Vom Fußboden durch Dämmstoff (meist Styropor) getrennt. Verbund-Estrich: mit Untergrund kraftschlüssig verbunden. Der Estrich wird versiegelt oder mit einem Bodenbelag versehen.

Exposé

Ist eine Kurzbeschreibung einer Immobilie einschließlich der wesentlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Informationen für Interessenten.

F

Flurkarte

Können Sie beim zuständigen Katasteramt einsehen. Die Flurkarte ist eine Art Landkarte die alle Flurstücke einer Gemarkung abbildet.

Flurstück

Das Flurstück ist meist ein Teilstü,ck einer größeren Grundfläche, genannt Flur. Man bezeichnet das Flurstück mit einer Nummer, wodurch Ihr Grundstück genau zu identifizieren ist. Ein Grundstück kann aus einem oder mehreren Flurstücken bestehen.

Festzinshypothek

Darlehen, dessen Konditionen die Bank für einen bestimmten Zeitraum garantiert. Die Festzinshypothek ist das Markenzeichen der Hypothekenbanken.

G - H

G

Grenzabstand

Ist die Entfernung, die von Haus, Garage und Bäumen (vom Stamm aus) mindestens zur Grundstücksgrenze bleiben muss. Für Häuser ist es meist die halbe Haushöhe, mindestens aber drei Meter (steht genau in der Bauordnung), für Bäume und Strä,ucher mindestens 50 Zentimeter (steht genau im Landesnachbarrechtsgesetz).

Grundbuch

Öffentliches, vom Amtsgericht geführtes Register, in das alle Grundstücke und die sie betreffenden Rechtsverhältnisse aufgenommen werden. Das Grundbuch kann von jedem eingesehen werden, der ein berechtigtes Interesse darlegt.

Grundbuchauszug

Die Abschrift aller zu einem Grundstück bestehenden Eintragungen im Grundbuch. Der Grundbuchauszug ist insbesondere für einen potentiellen Käufer wichtig, weil er damit die Angaben des Immobilienverkäufers überprüfen kann.

Grunderwerbssteuer

Die auf den Abschluss von Verträgen über Grundstücksverkäufe erhobene Steuer.

Grundpfandrechte

Zusammenfassende Bezeichnung für Grundschuld, Hypothek und Rentenschuld.

Grundschuld

Grundpfandrecht, mit dem ein Grundstück zur Sicherung eines Darlehens durch Eintragung im Grundbuch belastet wird. Der Darlehensgeber ist dann berechtigt, das Grundstück bei einer Zwangsvollstreckung zu verwerten.

H

Hypothek

Grundpfandrecht an einem Grundstück zur Sicherung einer Geldforderung. Das belastete Grundstück haftet für diese Forderung in der Weise, dass der Eigentümer die Zwangsvollstreckung in das Grundstück dulden muss. Die Hypothek entsteht durch die Einigung zwischen dem Grundstückseigentümer und dem Hypothekengläubiger sowie durch die Eintragung der Hypothek in das Grundbuch.

I - J

I

Immission

Störung des Eigentums an einem Grundstück durch Einwirkungen, die von einem anderen Grundstück ausgehen wie zB Lärm- oder Geruchsbelästigungen und das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß ü,berschreiten. Der Eigentümer des beeinträchtigten Grundstückes kann eine Unterlassungsklage erheben, unter bestimmten Voraussetzungen auch einen Ausgleichsanspruch fordern (§ 364 ABGB).

K - L

K

Kaution

Sie dient dem Vermieter als Sicherheit für eine eventuelle Mietschuld oder für beim Auszug vom Mieter nicht ausgeführte, aber vertraglich vereinbarte Schönheitsreparaturen. Die Kaution ist vom Vermieter verzinslich anzulegen und wird bei Beendigung des Mietverhältnisses - sofern keine Ansprüche gegen den Mieter bestehen - samt der erwirtschafteten Zinsen zurückgezahlt.Auszug vom Mieter nicht ausgeführte, aber vertraglich vereinbarte Schönheitsreparaturen. Die Kaution ist vom Vermieter verzinslich anzulegen und wird bei Beendigung des Mietverhältnisses - sofern keine Ansprüche gegen den Mieter bestehen - samt der erwirtschafteten Zinsen zurückgezahlt.

Katasteramt

Behörde, bei der das Liegenschaftsbuch, das Gebäudebuch sowie die Flurkarten als Bestandsverzeichnis (-> Aufteilung des Grundbuches)geführt werden, die über Lage, Flurnummer, Nutzungsart, Größe usw. Auskunft geben. Die Verzeichnisse können dort gebü,hrenpflichtig eingesehen oder angefordert werden.

Katasteramt

Mit dem Abschluss des Kaufvertrags verpflichtet sich der Käufer zur Zahlung des Kaufpreises, der Verkäufer verpflichtet sich zur Übergabe der Kaufsache. Im Falle eines Grundstückskaufs, bedarf der Vertrag nach § 313 BGB der notariellen Beurkundung. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags hat allerdings noch nicht den Übergang des Eigentums zur Folge. Die Eigentumsübertragung findet erst dann statt, wenn der Käufer im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist. Zwischen Abschluss des Kaufvertrags und Eintragung des Erwerbers im Grundbuch vergehen in der Praxis jedoch mehrere Wochen. Der Käufer kann sich gegen nachteilige Verfügungen in dieser Zeit dadurch schü,tzen, dass er die Eintragung einer Vormerkung vereinbart und beantragt.

L

Liegenschaft

Grundstück und Grundbesitz.

M - N

M

Maklerprovision

Wird Ihnen ein Grundstück oder eine Finanzierung durch einen Makler vermittelt, müssen Sie eine Provision zahlen. Die Höhe der Provision kann frei vereinbart werden. Übliche Provisionssätze: Grundstücksvermittlung (auch ETW, EFH, MFH) 3-6% vom Kaufpreis; Finanzierungsvermittlung 1-5% des Darlehensnominalbetrages, Vermietungen ein bis max. zwei Monatsmieten, jeweils zzgl. MwSt.

Miteigentumsanteil

Bei einer Eigentumswohnung beschreibt der Miteigentumsanteil zu welchem Bruchteil der einzelne Wohnungseigentümer am Grundstück und am Gemeinschaftseigentum beteiligt ist. Die Höhe der Miteigentumsanteile ergibt sich aus der Teilungserklärung und wird auch im Grundbuch eingetragen. Anhand des Miteigentumsanteils erfolgt normalerweise auch die Verteilung der Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums.

N

Nießbrauch

Das persönliche, nicht vererbbare dingliche Nutzungsrecht an einem fremden Gegenstand. Nießbrauch kann an Grundstücken, an beweglichen Sachen und an Rechten bestehen. Der Nießnutzer hat kein Verfügungsrecht über den Gegenstand, er darf ihn und die Art seiner Nutzung folglich nicht ändern.

Nutzfläche (gem. § 17 Abs. 2 MRG)

Die Nutzfläche, die in Quadratmetern auszudrücken ist, ist die gesamte Bodenfläche einer Wohnung oder eines sonstigen Mietgegenstandes abzüglich der Wandstärken und der im Verlauf der Wände befindlichen Durchbrechungen (Ausnehmungen). Keller- und Dachbodenräume, soweit sie ihrer Ausstattung nach nicht für Wohn- oder Geschäftszwecke geeignet sind, sowie Treppen, offene Balkone und Terrassen sind bei der Berechnung der Nutzfläche nicht zu berücksichtigen. Veränderungen der Nutzfläche auf Grund baulicher Maßnahmen des Mieters oder sonstigen Nutzers im Inneren der Wohnung oder des sonstigen Mietgegenstandes einschließlich der Verglasung von Balkonen bleiben bis zur Beendigung seines Miet- oder sonstigen Nutzungsverhältnisses unberücksichtigt.

Notar

Ist als unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes unparteiischer Betreuer der Beteiligten. Der Notar untersteht der öffentlichen Dienstaufsicht. Die Dienstaufsicht - Landgericht, Oberlandesgericht - überprüft die ordnungsgemäße Arbeit des Notars. Diese Stelle ist auch für Beschwerden zuständig. Unabhängig hiervon steht für solche Fälle auch die Notarkammer zur Verfügung.

O - P

P

Provision

Die Provision ist das Entgelt des Immobilienmaklers für seine Vermittlungstätigkeit. Die Provision ist verdient und fällig mit dem durch die Tätigkeit des Immobilienmaklers bewirkten Zustandekommen des Rechtsgeschäftes (Willenseinigung).

Q - R

R

Rangordnung

Der Eigentümer eines Grundstückes kann für die beabsichtigte Veräußerung oder Verpfändung des Grundstückes im Grundbuch die Rangordnung anmerken lassen. Vom dem Gerichtsbeschluss, mit dem die Anmerkung bewilligt wird, darf nur eine Ausfertigung erteilt werden (Rangordnungsbeschluss). Die Anmerkung der Rangordnung verliert ihre Wirksamkeit mit Ablauf eines Jahres nach ihrer Bewilligung und ist nicht verlängerbar. Die Einverleibung des Eigentums- bzw. Pfandrechts im Rang der Anmerkung kann nur von demjenigen beantragt werden, der mit der einverleibungsfähigen Urkunde auch den Rangordnungsbeschluss vorlegt (Absicherung des Käufers bzw. Hypothekargläubigers, "Sperre" des Grundbuches).

Rendite

Maßstab für die Beurteilung der Rentabilität einer Kapitalanlage. Sie gibt in Prozent an, welcher Gewinn durchschnittlich pro Jahr mit dem eingesetzten Kapital erwirtschaftet wird. Bei Immobilieninvestitionen unterscheidet man die Objektrendite und die Eigenkapitalrendite. Bei der Objektrendite werden alle Einnahmen und Ausgaben aus der Investition berücksichtigt (Anschaffungs- und Herstellungskosten, Mieteinnahmen, Steuerzahlungen bzw. -ersparnisse usw.) - außer der Finanzierung (Aufnahme von Darlehen, Zins- und Tilgungszahlungen). Über die Objektrendite können also verschiedene Immobilien - unabhängig von der Finanzierung -miteinander verglichen werden. Die Eigenkapitalrendite berücksichtigt zusätzlich die Finanzierung der Immobilie: Dem eingesetzten Eigenkapital werden die zukünftigen Einnahmen und Ausgaben (einschließlich Zins- und Tilgungszahlungen für aufgenommene Darlehen) gegenübergestellt.

Rückauflassungsvormerkung

Ist eine Auflassungsvormerkung zur Sicherung des Anspruchs auf Rückübertragung eines Grundstückes. Eine Eintragung der Rückauflassungsvormerkung kommt oft in Verbindung mit der Bebauung von Grundstücken der Städte und Gemeinden unter bestimmten Voraussetzungen vor, z.B. Erstellung einer Mindestwohnflächenzahl oder Bebauung nur fär gewerbliche Nutzung. Wird eine solche Auflage nicht eingehalten, so hat der frühere Eigentümer einen Anspruch auf Rückauflassung.

S - T

Sachwert

Der Wert eines bebauten Grundstücks, der sich aus der Summe von Bodenwert und Bauwert ergibt. Der Sachwert ist bei selbst genutzten Immobilien der für die Beleihung maßgebende Wert.

Schätzungsgebühren

Für die Schä,tzung werden dem Darlehensnehmer Gebühren in Rechnung gestellt, die in der Regel bei der Auszahlung des Darlehens einbehalten werden.

Sonderabschreibungen

Erhöhte Absetzungen bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und bei Baudenkmälern.

Spekulationsgewinn

Differenz zwischen Veräußerungs- und Anschaffungspreis innerhalb der Spekulationsfrist von 10 Jahren.

T

Teileigentum

Es bezeichnet beim Wohnungseigentum das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes.

Teilungserklärung

Erklärung eines Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt gemäß § 8 WEG, daß das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt und mit jedem Miteigentumsanteil das Sondereigentum an bestimmten Räumlichkeiten des vorhandenen Gebüudes oder von noch zu errichtenden Gebäuden verbunden sein soll. Die Teilung wird wirksam mit der Anlegung von eigenen Wohnungsgrundbüchern. Dadurch ist es möglich, diese Miteigentumsanteile selbständig zu belasten.

Teilungsgenehmigung

Häufig möchte der Bauherr im Zusammenhang mit seinem Vorhaben sein Grundstück teilen. Hierfür benötigt er nach § 19 BauGB eine Genehmigung, die so genannte Teilungsgenehmigung. Dazu bedarf es zunächst einer Erklä,rung gegenüber dem Grundbuchamt, aus welcher sich der Wunsch des Bauherrn nach Teilung des Grundstücks ergibt. Der abgeteilte, in der Fachsprache "abgeschriebene", Grundstücksteil soll dann zu einem selbstständigen Grundstück mit einem eigenen Grundbuchblatt werden. Entspricht der Teilungsantrag den gesetzlichen Erfordernissen, ist über die Teilungsgenehmigung innerhalb von drei Monaten nach Eingang des Antrags zu entscheiden. Diese Frist kann von der Behörde durch einen Zwischenbescheid noch einmal um maximal drei Monate verlängert werden. Wird sie nicht innerhalb dieser Frist abgelehnt, gilt die Genehmigung als erteilt. Sofern es sich um die Errichtung eines Wohngebäudes innerhalb des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans handelt, beträgt die jeweilige Frist lediglich einen Monat.

Tilgung

Regelmäßige Leistung des Darlehensnehmers zur Rückzahlung des Darlehens.

Tilgungsaussetzung

Die Bank erklärt sich bereit, die vereinbarte Tilgung gegen Abtretung der Ansprüche aus einer Kapitallebensversicherung oder Bausparverträgen auszusetzen. In dieser Zeit der Aussetzung erhält die Bank nur die vereinbarten Zinsen.

U - V

U

Umschreibung

Die Eintragung des Eigentümerwechsels im Grundbuch.

Umschuldung

Ablösung eines bestehenden Kredites durch ein neues Darlehen (z.B. bei Umwandlung kurzfristiger Bankkredite in langfristige Hypothekendarlehen).

Umschreibung

Die Vorlage dieser vom Finanzamt ausgestellten Bescheinigung stellt eine der Voraussetzungen für die Eintragung des Eigentümerwechsels im Grundbuch dar. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung wird erteilt, wenn die Grunderwerbssteuer bezahlt oder wenn Steuerfreiheit gegeben ist.

V

Verkehrswertgutachten

Kann Verkäufer oder Käufer veranlassen, um verlässlichen Kaufpreis zu ermitteln. Hierbei ermittelt der Sachverständige den Ist-Zustand des Hauses, erforderlichen Modernisierungsumfang, den Bodenwert und schließlich den Verkehrswert fest (mit ausführlicher Begründung).

Vorkaufsrecht

Ist ein Grundstück durch ein Vorkaufsrecht (§ 1072 ff ABGB) belastet, so hat der Eigentümer dem Berechtigten das Grundstück anzubieten, wenn er einen Verkauf an einen Dritten beabsichtigt. Durch die Eintragung im Grundbuch wirkt es gegenüber dem jeweiligen Eigentümer. Bei unbeweglichen Sachen muss der Vorkaufsberechtigte binnen 30 Tagen erklären, ob er von seinem Recht Gebrauch macht oder nicht. Bei Ausübung seines Rechtes muss er den vollen Kaufpreis bezahlen, der von einem Dritten verbindlich geboten wird und alle Nebenbedingungen erfüllen. Das Vorkaufsrecht kann anlässlich einer Enteignung, einer Zwangsversteigerung, eines Tausches oder einer Belastung nicht ausgeübt werden. Das Vorkaufsrecht kann durch Vertrag oder Gesetz begründet sein (Bodenbeschaffungsgesetz). Der übergangene Vorkaufsberechtigte hat Anspruch auf Schadenersatz. Bei einem verbücherten Vorkaufsrecht darf das Eigentumsrecht eines Dritten nur im Grundbuch einverleibt werden, wenn die Zustimmung des Vorkaufsberechtigten oder eine Urkunde beigebracht wird, wonach die Liegenschaft dem Berechtigten vergeblich zum Kauf angeboten wurde.

W - X

W

Wertermittlung

Bewertung einer Immobilie nach festgelegten Kriterien. Es werden verschiedene Werte unterschieden, z.B. der Verkehrswert und der Beleihungswert. Grundlagen der Bewertung sind z.B. der aktuelle Gebäudezustand, Lage und Beschaffenheit des Grundstücks und/oder die nachhaltig erzielbaren Erträge (Ertragswert) sowie die Drittverwendbarkeit.

Wohnfläche

umfasst die Fläche der Räume eines Hauses oder einer Wohnung, die ausschließlich zum Wohnen dienen. Sie wird anhand der Rohbaumaße abzüglich drei Prozent für Innenputz ermittelt. Räume, die zur Nutzfläche zählen, werden mit der halben Grundfläche angerechnet. Bei ausgebauten Dachgeschossen zählt die Fläche unter den Schrägen ebenfalls nur anteilig. Die genaue Berechnung hängt jedoch von den jeweiligen Bestimmungen der Landesbauordnungen ab.

Wohnrecht

Das Wohnrecht (Dienstbarkeit der Wohnung, § 521 ABGB) ist ein vom Eigentümer eingeräumtes Recht zur persönlichen Benützung (im Gegensatz zum Fruchtgenuss nicht auch zur Vermietung) einer Wohnung und kann als Dienstbarkeit (Servitut) im Grundbuch eingetragen werden. Die Instandhaltung der Wohnung obliegt dem Eigentümer.

Y - Z

Z

Zahlungsweise

Angabe, wann laufende oder einmalige Zahlungen (z.B. Zins- und Tilgungszahlungen) erfolgen. Z.B. "Rate zahlbar monatlich am Monatsende".

Zwangsvollstreckung

Ein Verfahren zur zwangsweise Durchsetzung oder Sicherung privatrechtlicher Ansprüche mit Hilfe staatlichen Zwangs. Voraussetzung für eine Zwangsvollstreckung ist ein so genannter Vollstreckungstitel. Dies ist eine öffentliche Urkunde, aus der sich ergibt, dass der Anspruch vollstreckbar ist.

Zwangshypothek

Art der Zwangsvollstreckung über das unbewegliche Vermögen eines Schuldners.

Zweckerklärung

Auch Sicherungsabrede genannt, ist eine schuldrechtliche Zusatzvereinbarung zur Grundschuld. Die Grundschuld ist nicht an eine persönliche Forderung (aus einem Darlehen) gebunden. Mit der Zweckerklärung wird die Grundschuld mit einem Darlehen verknüpft. Die Grundschuld dient dem Zweck, Ansprüche der Bank aus einem Darlehen zu sichern.

Zwischenfinanzierung

Wird in Anspruch genommen zur Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfes bis zur Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel. (insb. während der Bauphase).